SicherWerkstatt

Mercedes-Benz: Eine interaktive Ausstellung als Change-Management-Tool

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Eine Ausstellung der GfG macht das Thema Arbeitssicherheit für die Mitarbeitenden von Mercedes-Benz erfahrbar.

Arbeitssicherheit: In vielen Betrieben ein Riesenthema, aber auch ein schwer vermittelbares. Selbst wenn Verhaltensregeln für Mitarbeitende in Schulungen regelmäßig wiederholt werden, bleiben sie am Ende oft abstrakt. Nachhaltige Verhaltensänderungen lassen sich so nur schwer anstoßen. Im Mercedes-Benz-Werk Sindelfingen beschloss man daher, bei der Vermittlung des Themas Arbeitssicherheit neue Wege zu beschreiten – mit einer interaktiven Ausstellung.

Neue Ansätze, um ein komplexes Unternehmensthema zu vermitteln

„Jeder muss abends aus dem Werk genauso gesund rausgehen, wie er morgens reingekommen ist“, beschreibt Dr. Ingo Hartel, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Arbeitsschutz im Werk Sindelfingen den Anspruch, den er und sein Team verfolgen. Die Abteilung ist immer auf der Suche nach innovativen Ansätzen, wie sie den Mitarbeitenden das komplexe Thema Arbeitssicherheit vermitteln kann. Die Idee, eine interaktive Ausstellung als Change-Management-Tool einzusetzen, stieß daher auf offene Ohren.

Eine maßgeschneiderte Ausstellung zum Thema Arbeitssicherheit

In mehreren Workshops entwickelten das interdisziplinäre Team der GfG und Hartels Abteilung gemeinsam die konkreten Themen für die Ausstellung und konzipierten und testeten Exponate. „Die Beteiligung unserer Kunden hat für uns einen hohen Stellenwert“, sagen GfG-Geschäftsführer Björn Voigt und Carsten Dempewolf, die das Projekt leiten. „Durch den engen Austausch mit Ingo Hartel und seinem Team konnten wir eine Ausstellung entwerfen, die hundertprozentig auf die Bedürfnisse von Mercedes-Benz zugeschnitten ist“, so Voigt weiter.

Hands-on-Exponate fordern Kopf und Körper heraus

„SicherWerkstatt“ lautet der Titel der Ausstellung, die eine Mischung aus Spiel, Erlebnis, Selbsterkenntnis und gemeinsamer Reflexion bietet. In einem Sicherheitsparcours können die Mitarbeitenden an verschiedenen Stationen spielerisch ihre Sinne, Wahrnehmungen und ihr Reaktionsvermögen auf die Probe stellen. Zum Beispiel an einer Geruchsstation testen, ob sie Gefahrenquellen wie giftige Gase riechen können. Oder in Geschicklichkeitsspielen herausfinden, wie die Konzentration durch das gleichzeitige Schauen aufs Handy oder durch Hintergrundlärm leidet. Mithilfe einer VR-Brille können sie eine Fahrt mit dem Gabelstapler machen und selbst erleben, wie dabei das Sichtfeld eingeschränkt wird. Durch zahlreiche solcher Hands-on-Exponate entwickeln sie nach und nach ein Gefühl dafür, wie sich Stress und Druck auf ihre Fähigkeiten auswirken und wie sie durch ihr eigenes Verhalten Gefahrensituationen verhindern oder entschärfen können.

Selbsterfahrung und gemeinsames Erleben statt Frontalunterricht

„Das Mitmachen steht im Vordergrund“, beschreibt Dempewolf den Ansatz der Ausstellung. „Wenn Menschen eigene Erfahrungen sammeln können, verinnerlichen sie diese auch“. Und er ergänzt: „Auch dass die Mitarbeitenden die Ausstellung gemeinsam in der Gruppe erleben und sich unmittelbar darüber austauschen können, trägt dazu bei, dass sie die Themen der Ausstellung und ihr eigenes Verhalten automatisch reflektieren.“ Sie lernen sich selbst und andere besser einzuschätzen und wissen am Ende, wie jede*r Einzelne für mehr Sicherheit im Werk sorgen kann – und das nicht, weil ihnen jemand Verhaltensregeln an die Hand gibt, sondern weil sie in der SicherWerksatt alles selbst machen, probieren und erleben können.

Edutainment bietet Unternehmen für den Bereich Change Management großes Potential

Lernen durch Mitmachen und Erleben zu fördern, ist in der GfG kein neuer Gedanke. „Dass Unternehmen dieses Potenzial erkennen und sich auf diesen Ansatz einlassen, passiert allerdings noch recht selten“, findet Voigt. Umso mehr freut er sich, dass Mercedes-Benz hier eine Vorreiterrolle einnimmt: „Gerade im Bereich Change Management stoßen Unternehmen mit Top-Down-Kommunikation und Frontalbelehrung schnell an ihre Grenzen. Erlebnisplattformen wie die SicherWerkstatt mit ihrem interaktiven und spielerischen Ansatz können da viel mehr erreichen – und nachhaltige Veränderungen anstoßen, von denen das Unternehmen und die Mitarbeitenden gleichermaßen profitieren.“