23. Mai 2022

CampusDialog – Wie werden wir in Zukunft arbeiten?

Das neue Hauptgebäude der Sparkasse Bremen im Technologiepark ist eine markante Architektur mit einem spannenden technischen Innenleben. Der neue Standort steht aber auch für eine Organisation im Wandel und für eine neue Art des Arbeitens. New Work – ein Thema, über das wir Kooperationspartner vom CampusDialog gerne mit anderen Unternehmen der Stadt ins Gespräch kommen wollen. Ausgangspunkt und Veranstaltungsort für den ersten CampusDialog am 10. Mai war das Gebäude selbst.



„Ein sehr gutes Format, das wir unbedingt wiederholen sollten“, darin waren sich noch am Abend der Veranstaltung alle im Team einig. Im Dialog bleiben zum Thema New Work, dieser Wunsch war auch von Seiten der Gäste zu hören. Da liegt also etwas in der Luft, nicht erst seit Corona und den Umbrüchen in der globalen Wirtschaft – Veränderung steht als Herausforderung vor den Unternehmen. Aber in welche Richtung? Und wie darauf reagieren? Neue Strukturen und neue Formen des Arbeitens können ein Ansatz sein. Darum geht es dem CampusDialog-Team, zu dem neben Tom Koch, Manuela Lausch und Detlef Bolte von der Sparkasse Bremen auch Michael Schröder von SAR SchröderArchitekten und Jan Reher von MBDX Organisationsentwicklung gehören. Und die GfG, vertreten durch Stephan Kappen und Katrin Johnsen.

Sparkasse Bremen: Transformation in allen Bereichen

Die Sparkasse Bremen steckt mitten in einem großen Transformationsprozess: Der Finanzmarkt verändert sich radikal, gewohnte Hierarchien und Abteilungen werden aufgebrochen, Digitalisierung wird in allen Bereichen mit Nachdruck vorangetrieben, und der Anspruch nach mehr Nachhaltigkeit steht weit oben auf der Agenda. Das alles geht nicht ohne neue Konzepte des Arbeitens und veränderte Arbeitsräume. Der Umzug in den Neubau mit modernster Technik am Campus der Universität ist Ausdruck dieses Organisations- und Kulturwandels.

Um einen Einblick in diesen Prozess zu geben und ins Gespräch darüber zu kommen, wie Bremer Unternehmen Wandel gestalten können und müssen, initiierte Detlef Bolte von der Sparkasse Bremen den CampusDialog. „Wir wollen andere an unseren Erfahrungen teilhaben lassen und von diesen anderen wiederum lernen. Wir suchen den fachlichen Austausch auf Augenhöhe.“

Spannende Erkenntnisse aus dem Transformationsprozess

Das neue Dialog-Format entstand im Austausch zwischen der Sparkasse Bremen, SAR, GfG und MBDX. Erfahrungen mit dem 2020 in Betrieb genommenen Gebäude hatten die Architekten von SAR und die Innenarchitekten der GfG schon in der Entwicklungs- und Bauphase gemacht. Insofern lag es nahe, die Geschichte des Wandels von Unternehmen und Arbeitsform anhand der vorhandenen Räume zu erzählen.

„Wir haben hier am Campus eine Menge Know-How gesammelt hinsichtlich der Transformation vom Gewohnten ins Neue“, resümiert Detlef Bolte. „Das war wirklich etwas Neues“, ergänzt unser Kollege Stephan. „Für jeden von uns resultieren daraus Erkenntnisse, nicht nur, was die bauliche, funktionale und signaletische Ausgestaltung der Räume angeht, sondern auch, was die Mitnahme der Menschen im Unternehmen betrifft.“ Jan Reher konkretisiert das: „Der Wandel vom Gewohnten ins Neue ist immer eine Reise mit dem Charakter eines Abenteuers – und der Aussicht auf ein Happy End. Die Sparkasse Bremen ist gut aufgebrochen und jetzt gut unterwegs – das wollen wir für andere sichtbar und erlebbar machen.“

Themen aus den Bereichen Architektur, Markenauftritt und Organisationsentwicklung

Beim Rundgang durch das Gebäude am 10. Mai stellte jeder aus dem CampusDialog-Team signifikante Räume vor. Stephan startete im Foyer, vor dem spektakulären, begrünten Atriumhof, mit dem Thema Markenpräsenz und formulierte aus der Abwesenheit eines klassischen Brandings die These von „Räumen, denen man die nötige Zeit gibt“.

Auf den anderen Etagen wurden weitere besondere Aspekte beleuchtet: Michael Schröder konnte im begehrten Eckraum der ersten Etage die Realität einer gelebten, flachen Hierarchie beweisen. Statt Führungskräftebüro öffnet sich hier der Raum für eine Coffee-Lounge. Detlef Bolte und Heiko Jodeit führte ihre Gruppen durch den Fitness-Bereich und das Elternzimmer mit Kinderbetreuungsfläche. Jan Reher erläuterte in einem Vierklang aus „Arbeitsweise, Arbeitserbringung, Arbeitsorganisation und Unternehmensführung“ die Dimensionen von New Work und die Herausforderungen im digitalen bzw. hybriden Zusammenarbeiten. Tom Koch entwickelte dazu jeweils einen schnellen und unterhaltsamen Fragendialog mit den Vertreterinnen und Vertretern der Gastunternehmen.

Damit Gespräche entstehen können fand der Rundgang in Kleingruppen statt. Unsere Gäste konnten sich Arbeits-, Beratungs-, Aufenthalts- und Veranstaltungsräume aus der Nähe anschauen, stellten Fragen und diskutierten das Für und Wider von Unisex-Toiletten. Spannend wurde es für uns alle besonders dann, wenn Einzelne berichteten, wie man sich in ihren Organisationen und Unternehmen auf die Zukunft vorbereitet.

Innovationsexperte Sven Göth wirft einen Blick über den Tellerrand

Im Anschluss an die Rundgänge wartete Innovationsexperte Sven Göth mit einer fesselnden Keynote und teilte seine Thesen, wie Technologien unser Leben nachhaltig verändern werden und wie sich Unternehmen in einer Zeit der Paradigmenwechsel immer wieder neu erfinden können. „Svens Vortrag liefert viele Denkanstöße und stellt so einiges in Frage, bietet aber auch hilfreiche Hinweise auf wesentliche Trends“, findet Stephan im Rückblick. „Keine Frage, das war mal eine ganz eigene Flughöhe. Und auf jeden Fall eine echte Bereicherung für unser Format.“

An Gesprächsthemen mangelte es jedenfalls beim gemeinsamen Imbiss nicht. Das Setting passte auch perfekt: Keynote und geselliger Ausklang fanden im Campus Space statt, dem Areal, in dem die Sparkasse Bremen künftig gemeinsam mit anderen Unternehmen Themen rund um Innovation, agiles Arbeiten und New Work vorantreiben möchte.

Fotos © GfG / Michel Iffländer



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