05. November 2020

Feuerspuren 2020: Alles anders, aber immer noch besonders

Als Gestaltende und Fans begleiten wir das internationale Erzählfestival in Gröpelingen seit vielen Jahren. Da ist die Freude groß, dass wir auch in diesem schwierigen Jahr nicht ganz darauf verzichten müssen.



Feuerspuren, das ist nicht nur ein Job“, sagt unsere Designerin Asja Beckmann. „Die GfG ist mit diesem Projekt auf besondere Weise verbunden.“ Die Verbundenheit, von der Asja spricht, ist über viele Jahre gewachsen. Als Feuerspuren vor 14 Jahren zum Leben erweckt wurde, ahnte noch niemand, dass sich das Format über die Jahre zu einem Publikumsmagnet entwickeln sollte, zu einer von Zuschauer*innen über die Gröpelinger Stadtteilgrenzen hinaus geschätzten Veranstaltung, die heute in der Bremer Kulturlandschaft einen festen Platz hat. Was aber bereits unübersehbar war: die vielen guten Ideen, das Engagement und die Begeisterung, welche die Initiator*innen aus dem Verein Kultur vor Ort mitbrachten.

Ein Corporate Design, das die Emotionalität der Akteur*innen und Themen des Festivals in sich trägt

„Gemeinsam mit dem Team von Kultur vor Ort haben wir seinerzeit ein lebendiges Design und einen Gestaltungsbaukasten mit Farben, Symbolen und Bildern geschaffen, die die Emotionalität der Akteur*innen und der Themen des Festivals in sich tragen“, so Asja. Auf Grundlage dieses Designs entwickelt die GfG seither jedes Jahr das Key Visual und die Medien für Feuerspuren. Und so stößt man heute vielerorts in der Stadt auf unsere Gestaltung: auf Werbeplakaten und CityLights, in Anzeigen und Zeitungsbeilagen, auf der Website und im Programmheft.

Für das beliebte Feuerspuren-Programmheft mussten in diesem Jahr Alternativen gefunden werden

Doch auch hier bringt 2020 Änderungen – schmerzliche, wie Stephan Kappen, einer unserer Geschäftsführer, findet. „Wir mussten in diesem Jahr unser geliebtes Programmheft durch andere Medien ersetzen. In früheren Jahren war es das Herzstück der Kommunikation, das Heft war meist lange vor Beginn der Feuerspuren vergriffen und blieb bei vielen Menschen weit über die Veranstaltung hinaus im Regal“, schildert er. „Einfach, weil es so liebevoll gestaltet war – und wegen des heimlichen Stars der Gestaltung: der Fotostrecke unseres Kollegen Thomas Kleiner. Jedes Jahr ein neuer fotografischer Blickwinkel auf Gröpelingen, auf die Lindenhofstraße und auf die Erzählerinnen und Erzähler. Das war identitätsstiftend und wertschätzend, weil Tom einfach einen sehr sensiblen Künstlerblick auf das Quartier hat. Da hat uns in diesem Jahr Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Digitale Veranstaltung und Hörbuch

Zunächst sah es noch so aus, als könne es unter Berücksichtigung von Abstands- und Hygieneregeln Präsenzveranstaltungen verteilt über den ganzen Stadtteil Gröpelingen geben. Doch nachdem die Corona-Regeln Ende Oktober nochmal verschärft wurden, ist klar, dass Feuerspuren in diesem Jahr fast ausschließlich digital stattfinden wird. Zudem können sich Fans das Festival auch mit dem Hörbuch QUARANTÄNE nach Hause holen – einer Geschichte voller Geschichten mitten aus Gröpelingen, so abwechslungsreich und vielfältig wie der Stadtteil selbst.

„Die Corona-Ausgabe des Festivals ist natürlich eine ziemliche Umstellung“, findet Asja. „Ich hoffe, dass sich trotz der aktuellen Umstände Möglichkeiten ergeben, dass wir die Vielfalt der Menschen und Geschichten, für die Feuerspuren steht, in diesem Jahr erleben dürfen.“ Dazu irgendwie sehr passend lautet das diesjährige Festivalmotto übrigens „Geschenkt“ – unter anderem ein Aufruf, miteinander großzügig zu sein und in turbulenten Zeiten die Kraft der Fantasie zu nutzen.

Das internationale Erzählfestival Feuerspuren findet am 8. November 2020. statt. Alle Infos zum Programm und zum Livestream gibt es unter www.feuerspuren.de

Das Hörbuch „QUARANTÄNE“ kann direkt über Kultur vor Ort bestellt werden – unter 0421/9899700 oder info@kultur-vor-ort.com



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