12. Dezember 2016

EY ALTER im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart

Umzüge sind ja im Grunde ganz simpel: Man packt die Sachen am bisherigen Ort ein und am neuen Standort wieder aus. Mit Ausstellungen ist das meist etwas komplizierter. Und für die Ausstellung EY ALTER bedeutete der Wechsel in die Daimler-Zentrale nicht weniger als eine Neuauflage: EY ALTER 2.0.



Mit mehr Mut

„Wir haben alles noch mal angefasst“, erzählt Björn Voigt, Geschäftsführer der GfG. „Das war eine Herausforderung auf der ganzen Bandbreite unseres Leistungsspektrums“, so Carsten Dempewolf, ebenfalls Geschäftsführer der GfG. Zunächst einmal sind die äußeren Bedingungen ganz andere, die Räumlichkeiten doppelt so große, der Raum kreisrund. Es galt die gesamte Ausstellungsarchitektur an den neuen Maßstab des Mercedes-Benz Museums anzupassen. Zur Orientierung: Der Kopf, Leitbild der Ausstellung, wuchst von 4 Meter im Universum® auf stattliche 7 Meter Höhe in Stuttgart. Aber auch die inhaltliche Ausrichtung wurde modifiziert. Filmische Elemente fanden verstärkt Einzug in die Ausstellung und das Interactionsdesign wurde aufgrund der Besuchererlebnisse noch einmal optimiert. „Wir sind durch die guten Erfahrungen im Universum® mutiger geworden“, freut sich Carsten Dempewolf. So hielt beispielsweise die Mensch-Robotik-Kollaboration Einzug: „Es bedient jetzt ein Barkeeper im Café Zukunft. Diese Rolle übernimmt ein Roboter der neuen Generation.“ Doch nicht nur der Service im Café ist neu. Wo sich in Bremen allgemeine Best-Practice-Beispiele entdecken ließen, präsentiert Daimler nun ausführlich umfangreiche eigene Projekte. Hier wie auch an anderen Punkten stehen die Mitarbeitenden des Konzerns im Mittelpunkt.

In den Köpfen angekommen

Eine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten findet in Stuttgart im neu geschaffenen „YES“-Raum statt. „Young and Experienced together Successful“, zu dieser Initiative bieten Themenstrecken unterschiedliche Ansätze, um sich mit dem demographischen Wandel und seinen Chancen für die Arbeitswelt zu beschäftigen und neue Strategien zu erproben. Bis Juni 2017 sollen ca. 2.500 Führungskräfte in entsprechenden Workshops für den Mehrwert der altersgemischten Belegschaft sensibilisiert und die Zusammenarbeit von Jungen und Erfahrenen aktiv gefördert werden. Wie bereits für die Ausstellung wurden auch die Workshops mithilfe der wissenschaftlichen Begleitung durch die Jacobs University in Bremen erarbeitet und beruhen damit auf dem aktuellen Stand der Forschung. „Man guckt jetzt tiefer in das Thema, erfährt deutlich mehr“, betont Björn Voigt. „Und durch den Wechsel in das Herz der Marke ist das Thema in den Köpfen der Mitarbeitenden noch mal anders angekommen.“

Ganz (ohne) Automobil

Nach der Eröffnung im Herbst 2015 im Universum® wurde EY ALTER bis August 2016 zum großen Publikumserfolg. Im Stuttgarter Mercedes-Benz Museum ist die Ausstellung jetzt auf 400 Quadratmetern zu erleben. Ein evolutionärer Schritt, aus dem eher kleinen Bremen in das Zentrum des Weltkonzerns und durch die neue Verortung der Ausstellung auch ein Zuwachs an Aufmerksamkeit, so Carsten Dempewolf. „Die Herausforderung war, den Sprung aus der Marke in das menschliche Thema zu gestalten, den Brückenschlag zwischen Automobil und Mensch“, fasst Björn Voigt zusammen. Ein geglückter Sprung, wie Monja Büdke, Leiterin des Mercedes-Benz Museums, meint. „Eine Ausstellung ohne Automobil und in der doch ganz viel Mercedes-Benz steckt.“

 

Zu EY ALTER Bremen geht's hier.



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