Fünf Teammitglieder der GfG posieren lachend vor einem großen grünen Bildschirm mit dem Logo vom Filmfest Bremen und den Terminen vom 19. bis 23. März 2025.

Drei Jahre Filmfest Bremen: ein Oh, ein No und ein Yay!

27. März 2025

Als Alea im Herbst 2022 ihr duales Marketingstudium bei uns startete, haben wir sie direkt ins kalte Wasser geschmissen – genauer gesagt in die Vorbereitungen fürs Filmfest Bremen. Sie hat die Social-Media-Arbeit für das Festival mit auf die Beine gestellt und über die letzten drei Ausgaben begleitet. Dabei hat sie oft gestaunt, viel gelernt und manchmal auch Blut und Wasser geschwitzt.

Alea Barbato

Alea macht ein Duales Studium im Marketing an der IU Bremen und in der GfG. In der GfG-Redaktion glänzt sie mit Social-Media Strategien und Content Produktion. Dafür dass sie überall mit der Kamera draufhält und ihr erster Impuls immer ist „Klar, dazu habe ich bestimmt eine Idee!“, lieben ihre Kolleg:innen sie besonders. Aleas Profil anschauen

 

Mein „Oh!“: Hollywoodstars, die sich selbst nicht so wichtig nehmen

Beim Filmfest Bremen ist wirklich Hollywood zu Gast. Das ist schon krass, diesen großen Stars so nahe zu sein. Positiv überrascht hat mich, wie wenig abgehoben die meisten sind. John Malkovich etwa kam fast schüchtern über den roten Teppich – und ich hatte das Glück, in der ersten Reihe dabei zu sein!

Das Filmfest bringt jedes Jahr Hollywood-Flair nach Bremen.
Der Rote Teppich ist dann für Alea einer ihrer Arbeitsorte.
Alea macht ein Selfie von sich und ihren Kolleginnen vor einem roten Hintergrund mit dem Logo der Sparkasse Bremen und dem Schriftzug "Bremer Filmpreis 2025".
Klar, dass sie ihr Smartphone immer parat hat.
Dabei kommt sie auch Weltstars wie John Malkovich ganz nahe.
Preisträgerin Maria Schrader schreitet über den roten Teppich des Filmfests Bremen, flankiert von Zuschauer:innen hinter Absperrungen auf dem gepflasterten Platz.
Maria Schrader ist ihr besonders in Erinnerung geblieben.

Unvergesslich bleibt für mich auch Maria Schrader, die Filmpreisträgerin 2023. Es war mein erstes Jahr beim Filmfest, und die Geschichte rund um ihr „Gammelzimmer“ berührte mich besonders. Marias enger Freund Henri Hüster erinnerte in seiner Rede an diesen Raum aus gemeinsamen WG-Zeiten – in dem man zu seinem Erstaunen nicht gegammelt, sondern gearbeitet, diskutiert und Ideen entwickelt habe, oft bei einem Piccolo. Das war die Geburtsstunde unseres eigenen „Gammelzimmers“ in der GfG: Inspiriert vom Filmfest taufte ich unseren Redaktionsraum kurzerhand um und gestaltete ein Namensschild für unsere Tür. Außenstehende macht das erstmal stutzig, wenn sie vor unserem „Gammelzimmer“ stehen. Dann erklären wir gerne, für welch kreativen Geist es eigentlich steht.

„Wir haben in der GfG jetzt auch ein Gammelzimmer wie Maria Schrader.“

Ein weiteres Highlight: Stephen Frears, der Preisträger in diesem Jahr, angekündigt von keinem Geringeren als Hugh Grant. Zwei echte Hollywood-Stars an einem Tag – wow! Um ehrlich zu sein, wusste ich erst gar nicht richtig, wer die beiden sind. Aber spätestens, als meine Kollegin Ninja förmlich ausflippte, als Hugh Grant die Bühne betrat, dachte ich: „Oh, okay... der muss echt berühmt sein!“. Wir hatten dazu noch die besten Plätze in der vierten Reihe – näher dran geht kaum. Einmalige Erlebnisse, die ich ohne meine Arbeit an diesem Projekt definitiv verpasst hätte.

Alea und fünf ihrer Kolleginnen stehen gemeinsam auf dem roten Teppich vor dem Theater am Goetheplatz in Bremen. Über dem Eingang hängt ein großes Banner mit dem Porträt von Stephen Frears und dem Hinweis auf die Preisverleihung des Bremer Filmpreises 2025.
Mit der Gala und Verleihung des Bremer Filmpreises an Regisseur Stephen Frears startete das Filmfest 2025.
Stephen Frears steht auf der Bühne mit dem Bremer Filmpreis in der Hand. Im Hintergrund spielt ein Orchester. Auf der großen Leinwand über ihm steht „Stephen Frears – Bremer Filmpreis 2025“.
Alea war ganz nah dabei, als Überraschungsgast und Hollywoodstar Hugh Grant den Preisträger würdigte.
Publikum applaudiert während der Gala beim Filmfest Bremen 2025. Im Vordergrund sitzen Alea und zwei Kolleginnen, begeistert von der Bühnenshow.

Mein „No!“: Spontane Planänderungen, die einem den letzten Nerv rauben können

Bei der Dynamik eines so großen Festivals ist klar, dass man flexibel sein und auch mal improvisieren muss. Dinge verschieben sich oft noch auf die letzte Sekunde, und da muss die Festival-Kommunikation dann eben mitziehen. Nervenaufreibend war es manchmal trotzdem.

„Am Ende ging alles immer irgendwie gut. Nervenaufreibend war es manchmal trotzdem.“

Ich erinnere mich zum Beispiel an Veranstaltungen, die extrem kurzfristig ins Programm aufgenommen wurden und dann spontan über die Sozialen Medien bekannt gemacht werden sollten – da mussten wir den Content in Windeseile aus dem Boden stampfen. Oder an den Filmpreview-Dreh mit Festivalkoordinator Marc, bei dem ich zu wenig Zeit für den Aufbau des Set-Ups eingeplant hatte – und weil die Gäste überaus pünktlich waren, konnten wir dann nicht wie geplant zu Ende drehen.

Benedict und Alea aus dem Team des Filmfests Bremen stehen auf dem Vorplatz des Bremer Theaters. Sie lächeln in die Kamera, im Hintergrund sind weitere Gäste und das Festivalzentrum zu sehen.
Social Media Content Crew für das Filmfest: Benedikt und Alea.
Alea lächelnd vor dem roten Teppich. Auf ihrer Tasche ist das grüne Logo des Filmfest Bremen zu sehen.
Im Trubel des Festivals ist immer eine besondere Portion Flexibilität und Spontanität gefragt.
Alea fotografiert mit dem Smartphone vor dem beleuchteten Theater am Goetheplatz bei Nacht. Die Szenerie ist in grünem Licht getaucht, Menschen stehen im Hintergrund.
Und der richtige Riecher für die außergewöhnlichen Momente.

Mein „Yay!“: Team und Kunde, die mir ihr Vertrauen schenken

Ich war ja gefühlt zumindest noch ein richtiger Backfisch, als ich in das Projekt geworfen wurde. Gerade erst bei der GfG gestartet, und dann gleich so ein dickes Ding mit viel Verantwortung, da hatte ich schon ein bisschen Bammel. In erster Linie aber war ich stolz und froh darüber, dass mir so viel zugetraut wurde, dass ich mich so viel einbringen und mitgestalten konnte. Das hat mir voll viel Selbstbewusstsein gegeben.

„Die Arbeit für das Filmfest Bremen hat mir viel Selbstbewusstsein gegeben.“

Teamfoto von den Mitgliedern der GfG, die das Filmfest Bremen betreut haben
Haben das Filmfest Bremen in diesem Jahr betreut (vlnr.): Alea, Stephan, Dörte, Steffi und Simone. Und natürlich Steffis Hund Donald. (Nicht im Bild, aber auch Teil des Teams: Steffi Kischel und Pia de Armas)

Und natürlich habe ich durch diese Möglichkeit und Erfahrungen extrem viel gelernt und für mich mitgenommen. Zum Beispiel, dass ich Briefings und Skripte viel genauer ausformulieren sollte – auch Dinge, die für mich total logisch sind, für andere aber vielleicht Neuland. Außerdem habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, genug Zeit für Drehs einzuplanen. Manchmal wurde es echt knapp, und wir haben nicht alles genauso hinbekommen, wie wir es uns vorher überlegt hatten. Und doch nehme ich auch mit: Selbst aus chaotischen Drehsituationen kann man noch brauchbares Material ziehen und etwas Cooles machen. Technische Probleme? Die bringen mich inzwischen nicht mehr so schnell aus der Ruhe.