Diakonische Kinder- und Jugendhilfe

Nomen est omen: Namensentwicklung und Corporate Design

  • Corporate Design
  • Corporate Identity
  • Grafik Design
  • Ideen- und Identitätsentwicklung
  • Illustration
  • Logodesign

Die diakonischen Kinder- und Jugendeinrichtungen Alten Eichen, St. Petri und Dikita sind in den vergangenen Jahren immer enger zusammengewachsen, organisieren ihre Kinder- und Jugendhilfe inzwischen unter einem Dach (jub) und haben bereits gemeinschaftlich ein Leitbild entwickelt. Was noch fehlte: ein gemeinsamer Name und ein einheitliches Corporate Design.

Brauchen wir einen ganz neuen Namen?

Um ihnen Raum und Impulse zu geben, damit sie gemeinsam einen Namen entwickeln können, luden wir Vertreter*innen aus allen Einrichtungen zu einem Beteiligungsworkshop ein. Im Zentrum standen Fragen wie: Wofür steht ihr? Was zeichnet euch aus? Was sind eure gemeinsamen Stärken? Dabei kam heraus, dass vor allem St. Petri und Alten Eichen, die in Bremen beide schon seit Jahrhunderten verankert sind, bei den Zielgruppen einen guten Namen haben. Um daran anknüpfen zu können, entschieden sich die Einrichtungen schließlich gegen einen ganz neuen Namen und machten die beiden alteingesessenen Institutionen zu Ankerpunkten für einen gemeinsamen Namen: Petri & Eichen.

Ausgangspunkt für das gemeinsame Corporate Design: die Wort-Bild-Marke

Bei der Entwicklung der Wort-Bild-Marke schien es naheliegend, beide Namensgeber gleichermaßen zu berücksichtigen und über zwei Zeichenelemente zu verbinden. Doch im Ergebnis wirkte das immer überladen. Wir entschieden uns daher, lieber das Verbindende in den Vordergrund zu holen: das „&“-Zeichen. Ergänzt wird es durch ein Eichenblatt, das Kontinuität, aber auch Wachstum und positive Veränderung ausstrahlt. Die ungewohnte Blatt-Farbe Lila macht das Eichenblatt zu einem individuellen Symbol für die diakonische Jugendhilfe in Bremen.

„Uns war zudem wichtig, dass das Eichenblatt nicht zu glatt und symmetrisch anmutet“, erklärt GfG-Designer Michael Rommel. „Der Umgang mit Brüchen und Konflikten spielt in der Arbeit der Einrichtungen eine große Rolle. Dem sollte auch das Logo Rechnung tragen.“ Um das perfekte unperfekte Eichenblatt zu finden, fuhr Rommel zum Laubsammeln in den Wald. Seine Fundstücke scannte er anschließend ein und wählte dann gemeinsam mit dem Team das passende Blatt für das Logo aus.

Corporate Design zum Anfassen: Weihnachtspäckchen und Kalender

Ab kommendem Herbst sollen der neue Name und das Logo offiziell verwendet werden. Auf der vergangenen Weihnachtsfeier wurden sie schon mal allen Mitarbeitenden vorgestellt. Um das Ganze für sie besser greifbar zu machen, bekam jede*r von ihnen ein besonderes Weihnachtsgeschenk – ein Corporate-Design-Päckchen mit Buttons, Aufklebern und Postkarte.

Anfang des Jahres erschien noch ein Wandkalender, der das gemeinsame Leitbild der Einrichtungen zum Thema hat. In unsere Illustrationen für den Kalender floss ebenfalls schon die neue Wort-Bild-Marke ein, die dadurch lebendig und mit dem Leitbild verknüpft wird. Mit den Illustrationen haben wir eine leicht verspielte und emotionalisierende Komponente geschaffen, die das Zwischenmenschliche und das Miteinander betont“, so Anika Falke aus dem GfG-Designteam. Damit das nicht nur im Büro an der Wand hängt, gestalteten wir für die Mitarbeitenden zusätzlich ein kleines Booklet zum Mitnehmen, das schnell vergriffen war.

Name und Wort-Bild-Marke schaffen Grundlage für weiteren Erfolg

„Der erste große Schritt ist vollbracht“, zeigt sich Bernd Schmitt, Geschäftsführer der Diakonischen Jugendhilfe Bremen, zufrieden. „Wir sind glücklich, dass wir es geschafft haben, in kurzer Zeit einen Namen und eine Wort-Bild-Marke zu entwickeln, hinter denen wir künftig alle stehen können“. Und GfG-Geschäftsführer Björn Voigt, der den gesamten Prozess moderierte, ergänzt: „Mit dem Namen und der Wort-Bild-Marke knüpfen wir an das Bestehende an, zeigen das Verbindende und vermitteln Verlässlichkeit, Qualität und gemeinsame Stärke. Damit haben wir eine wichtige Grundlage geschaffen, damit die Einrichtungen weiter erfolgreich arbeiten können.“ Besonders freut ihn, dass sie bei der Entwicklung alle mitnehmen konnten: „Mit unserer beteiligungsorientierten Herangehensweise sind wir zu einem Ergebnis gekommen, das auf einer gemeinsamen Entscheidung beruht und sich für alle Beteiligten gut anfühlt.“