Blick nach oben auf die Fassade des Aalto-Hochhauses, daneben eine moderne Straßenlaterne vor bewölktem Himmel.

GEWOBA Servicebüro im Aalto Hochhaus

Modernisierung im Dialog mit der Geschichte

Das Servicebüro der GEWOBA im Aalto-Haus verbindet Komfort, Funktionalität und zeitgemäßes Design – mit Achtung vor der Architektur des ikonischen Gebäudes.

Auftraggeberin: GEWOBA
Leistungen: Grundlagenermittlung, Vorentwurf, Entwurf, Ausführungsplanung, unterstützende Bauleitung 

Der Wunsch der Kundin: Neu, ohne das Alte zu vergessen

Die GEWOBA wollte, dass ihr Servicebüro im Aalto-Hochhaus größer und moderner wird – dabei aber Rücksicht nimmt auf den Architekten und die Geschichte des Gebäudes.

Verwahrloster Flur mit sichtbaren Leitungen und lila Bordüren – Zustand vor dem Umbau des Servicebüros.
Eindrücke aus den Räumen des Servicebüros vor dem Umbau.
Ehemaliger Friseursalon mit Waschbecken und weißen Fliesen, leerstehend vor der Modernisierung.
Zuletzt waren sie an einen Friseursalon vermietet gewesen.

Das Gebäude: Anders als alle anderen

Das Aalto-Hochhaus in der Bremer Vahr wurde 1961 vom berühmten finnischen Architekten Alvar Aalto entworfen und ist ein bedeutendes Beispiel der Nachkriegsmoderne. Seit 1996 steht es unter Denkmalschutz.

Typisch für das Gebäude ist der fächerförmige Grundriss – alle Wohnungen sind zur Abendsonne ausgerichtet. Besonders auffällig: das großzügige Erdgeschoss, das Aalto wie eine Hotel-Lobby gestaltete. Direkt daneben liegt das GEWOBA-Servicebüro.

Außenaufnahme des Eingangsbereichs zum GEWOBA-Servicebüro mit Flachdach, weißen Fassadenelementen und Glasfront.

Die Arbeit im denkmalgeschützten Bestand: Knifflig

Ein Gebäude unter Denkmalschutz bedeutet in der Planung viel Fingerspitzengefühl und clevere Lösungen. Moderne Standards wie Barrierefreiheit und Energieeffizienz müssen umgesetzt werden, ohne den historischen Charakter des Gebäudes zu beschädigen.

Beim Aalto-Hochhaus ist der Einklang von Bestand und Neuem auch deshalb so gut gelungen, weil wir von Anfang an mit den Expert:innen der Denkmalschutz-Behörde zusammengearbeitet haben. Dadurch konnten wir die Akustik verbessern, barrierefreie Zugänge schaffen und viel neue Technik unterbringen, ohne dass der Gesamteindruck darunter leidet.

Heller Empfangsbereich mit Sitznischen, Holzdecke mit Leisten und modernem Schalter mit GEWOBA-Logo.

Das neue Servicebüro: kunden- und teamorientiert

Das neue GEWOBA-Servicebüro bietet nicht nur Aufenthaltsqualität, sondern endlich genug Raum und Räume für die Mitarbeitenden und ihre Gäste: Es gibt einen Eingangs- und Wartebereich, ein barrierefreies Kunden-WC, mehr und größere Büros für Service und Vermietung und zudem Rückzugsmöglichkeiten (Aufenthalts- und Lagerräume) für das Serviceteam.

Der Empfangsbereich wirkt durch das viele Tageslicht und dem Einsatz von Holz hell und freundlich. Grüne Elemente sorgen für Frische und spannen einen dezenten Bogen zum Corporate Branding der GEWOBA. Die Büroräume sind zurückhaltend funktional, mit dezenten wertigen Details wie etwa der Garderobe in den Wandlamellen.

Großer, lichtdurchfluteter Wartebereich mit schwebenden Holzpaneelen an der Decke und minimalistischer Möblierung.
GEWOBA-Logo in Weiß auf dunklem Hintergrund, montiert auf senkrechten Holzlamellen.
Nahaufnahme einer hellen, gepolsterten Sitzfläche mit Holzkante.
Modernes, barrierefreies Kunden-WC mit grünen Wandfliesen und Haltegriffen.
Bürobereich mit Sicht ins Großraumbüro, Glaswände mit Milchglasstreifen und schwarzer Rasterdecke.
Flur mit Glastüren zu modernen Büroräumen, ausgestattet mit Bürostühlen und Monitoren. Die Decke zeigt sichtbare Holzlamellen, eine grüne Wand setzt einen farblichen Akzent.

Die Huldigung an Alvar Aalto: Dezent, aber konsequent

Die originale Struktur des Gebäudes haben wir so gut wie möglich erhalten bzw. wieder aufgebaut. Das war angesichts der trapezförmigen Grundrisse gar nicht so leicht. Gleichzeitig machte aber genau das auch einen großen Reiz aus: Lösungen jenseits von „Standard“ zu finden.

Außerdem wurde die originale Gestaltung von Alvar Aalto durch verschiedene Details in die Gegenwart übertragen. So haben etwa die neuen Fliesen dasselbe Format und dieselbe Fugenbreite wie im Bestand. Für die Paneele an Decke und Wänden haben wir die ursprüngliche Breite übernommen und beim zentralen Empfangstresen dieselbe Materialstärke verwendet wie beim Original.

Alvar Aaltos Handschrift ist jetzt wieder spürbar – in einer zeitgemäßen Übersetzung.

Eingangsbereich mit Säule und Fliesen im Aalto-Stil, kombiniert mit modernen Glastüren.
Empfangstresen mit vertikalen Holzleisten und dem Logo der GEWOBA
Detailansicht einer Decke mit vertikalen Holzlamellen und integrierter L-förmiger LED-Leuchte, vor dunkler Wand.
Innenansicht eines modernen Empfangsbereichs mit leuchtend grün gestrichener Wand, vertikalen Holzlamellen, GEWOBA-Leuchtschild und Empfangstresen. Im Hintergrund ein Arbeitsplatz mit grün-schwarzem Stuhl.

GfG-Projektteam

Carsten Dempewolf

Kea Diekmann

Innenarchitektur

 Keas Profil anschauen

Maren Weinberg

Innenarchitektur

Marens Profil anschauen

Dorthe Meinhardt

Innenarchitektur für Menschen, Marken und Unternehmen

Wir lieben es, Räume für Unternehmen und Marken zu entwickeln. Vor allem aber ist es uns ein Bedürfnis, Räume zu gestalten für die Menschen, die sie nutzen. Mit unserer Innenarchitektur machen wir Unternehmens- und Markenwerte unverwechselbar spür- und sichtbar. Aber nicht nur – wir öffnen für Mitarbeitende und Gäste auch einen Kommunikationsraum, in dem sich alle wohlfühlen.

 

Weitere Innenarchitektur Projekte