15. Juli 2021

Willkommen in Bremerhaven

Eine Stadt – in all ihren Facetten – einer Leserschaft aus Insidern und Outsidern nochmal neu näherzubringen ist, wenn wir ehrlich sind, auf einer begrenzten Seitenanzahl kaum lösbar. Gleichzeitig wurde die nächste Imagebroschüre für Bremerhaven dringlich, stammte das letzte Portrait der Seestadt doch aus dem Jahr 2006. Seither war viel Wasser über die Wesermündung hinein in die Nordsee geflossen – und die zwei Auftraggeberinnen BIS, Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH sowie die Erlebnis Bremerhaven, Gesellschaft für Touristik, Marketing und Veranstaltungen mbH sahen die Zeit für ein aktuelles Medium als Spiegel der Stadt gekommen.



Mit dem Vorschlag, Bremerhaven nicht etwa in einer klassisch gebundenen Broschüre darzustellen, sondern hier auf ein größeres Format zu gehen, konnten wir uns gegen weitere Mitbewerber durchsetzen. Zunächst 20 Seiten Zeitungsformat standen am Ausgangspunkt unseres Konzepts, damit verbunden die Idee, Bilder großformatig einsetzen zu können, ganz so, wie es der Stadt mit ihren weiten Perspektiven am Wasser entspricht.

Eine Zeitung als Werbeträger – funktioniert doch!

Der große Vorteil des Formats Zeitung: Sowohl großzügig eingesetzte Bilder als auch komprimierte Texte lassen sich auf viel zur Verfügung stehender Fläche besonders gut realisieren. Hinzu kommt, dass „Zeitung” allein bereits Botschaften vermittelt. Zeitung ist aktuell, darf von Artikel zu Artikel und von Thema zu Thema springen, ist dabei natürlich vielfältig und unterhaltsam. Im besten Fall ist sie natürlich auch seriös recherchiert und kann damit ein authentisches Bild vermitteln. Weniger werblicher Charakter, mehr echtes Leben, das war auch der Wunsch der Auftraggeberinnen.

Mit der Entscheidung für das klassische Rheinische Zeitungsformat, haben wir zudem keinen Anspruch auf ewig währende Wahrheit erhoben. Die Idee: Das Bild einer Stadt ist immer eine Momentaufnahme – genährt aus der Vergangenheit mit Ausblicken in eine sich erst formende Zukunft. Genau das galt es abzubilden.

Eine Zeitung für den großen Überblick – mit Mut zur Lücke!

Mit ausgesuchten Stories, der Hervorhebung besonderer Orte und ihrer Geschichten und vielen Gesprächen und Interviews haben wir ein Gefühl für die Besonderheiten der Stadt erzeugen wollen. Tourismus, Wirtschaft und Wissenschaft, Kultur und Freizeit, Arbeit und Quartiersleben – alle Facetten von Stadterfahrung sind in die Zeitung eingeflossen.

Neben der redaktionellen Arbeit in enger Kooperation mit der BIS und der Erlebnis Bremerhaven, haben wir viel Energie auf die Bildwelt gelegt. Nach mehrtägigen Fotostreifzügen durch die Stadt mit seinen wunderbaren Wasserlagen, seinen mal rauen, mal geschliffenen Kanten, konnte unser Fotograf Michel Iffländer aus einem großen Bildfundus schöpfen. Mehr als 30 seiner Bilder haben in der Zeitung Einzug gehalten. Weitere Bilder stehen quasi als Beifang den Auftraggeberinnen für weitere Zwecke zur Verfügung.

Auch Grafik als eigenständige Disziplin spielt in dem Medium eine Rolle: Grafisch dargestellt sind die weitreichenden Verknüpfungen Bremerhavens mit der ganzen Welt – angefangen beim Thema Auswanderung und nicht endend beim Thema Polarforschung. Eine weitere Doppelseiten-Grafik zeigt eine naiv vereinfachte Silhouette der Stadt, daran angedockt große Zahlen: Wie viele Kilometer ist die Containerkaje lang? Und welche Mengen an Fisch werden in Bremerhaven tatsächlich verarbeitet?

 

Mehr Bremerhaven – mehr Seiten!

Die vielfältigen Facetten der Stadt haben uns als Redaktionsteam in der GfG doch nochmal ins Staunen gebracht. Im Prozess wurde dann auch deutlich: 20 Seiten reichen nicht, es wurden final 32. Denn eines wollten die Auftraggeberinnen und wir nicht aus den Augen verlieren: die Großzügigkeit in der Aufmachung! Auch vor dem Hintergrund der durchgängigen Zweisprachigkeit – deutsch und englisch – war hier die Grafik besonders gefordert, den Raum zu füllen, ohne ihn zu überfrachten.

Für weitere Eindrücke heißt es nun: Selber reinlesen – idealer Weise, indem das Printprodukt in den Händen gehalten wird. Für einen ersten Eindruck kann man sich aber auch hier durch die Seiten der Zeitung klicken.



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