17. Februar 2020

„Was ich unbedingt bewahren möchte ist, dass die GfG für gute Fotografie steht“

Michel Iffländer wird künftig den Bereich Fotografie in der GfG leiten. Was er vorhat, erzählt er im persönlichen Gespräch.



Michel, dein Vorgänger Tom Kleiner hat den Bereich Fotografie 25 Jahre lang verantwortet. Sind das große Fußstapfen, in die du da trittst?

Tom hat der GfG mit seinen Fotos eine visuelle Sprache verliehen, die dazu beigetragen hat, das die GfG dort ist, wo sie jetzt ist. Das möchte ich fortführen.

Du hast in den vergangenen Jahren oft mit Tom zusammengearbeitet. Was ist das Wichtigste, das du aus der Zusammenarbeit mitnimmst?

Ich konnte Tom in den vergangenen Jahren immer wieder begleiten. Dabei habe ich viel Wichtiges gelernt. Am meisten geprägt hat mich aber sein Umgang mit den Menschen, die er fotografiert. Er hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, dass sich die Menschen vor der Kamera möglichst wohl, verstanden, eingebunden fühlen. Das ist im Ergebnis sichtbar.

Du bist ausgebildeter Mediengestalter – wie bist du zum Fotografieren gekommen?

Das war ein längerer Prozess. Ich bin seit meiner Ausbildung hier in der GfG. Zu Beginn lag mein Schwerpunkt in der Reinzeichnung von Medien. Dann wollte ich die Inhalte, die ich produktionsfertig machte, auch selbst gestalten und kam zur Grafik und Illustration. Und da habe ich Fotos dann zwangsläufig als gestalterisches und erzählerisches Medium wahrgenommen, das ich mit Grafik so nicht erzeugen konnte. Also wollte ich auch lernen, selbst zu fotografieren. Ich setzte mich mit der Fotokamera und ihrer Technik auseinander, probierte aus – und habe seitdem nicht mehr mit dem Fotografieren aufhören können.

Nun übernimmst du die Leitung für den Bereich Fotografie – was reizt dich an der Stelle?

Das Fotografieren. Das Befassen mit mir neuen Themen. Und das Medium selbst. Fotografien durchziehen die unterschiedlichen Gestaltungsdisziplinen der GfG. Wir erklären damit unsere Gestaltung im Raum, erzählen Geschichten in Print und Digital und dokumentieren Ereignisse. Darüber hinaus können Fotografien auch als bloßes gestalterisches Element wirken, ohne inhaltlich sein zu müssen. Diese vielfältigen Möglichkeiten reizen mich. Außerdem verfügen wir in der GfG über ein eigenes Fotostudio. Das eröffnet meinem Team und mir viel Gestaltungsspielraum.

Erwarten uns unter deiner Leitung größere Veränderungen?

Ja und nein. Was ich unbedingt bewahren und fortführen möchte ist, dass die GfG für gute Fotografie steht. Bedingt durch meinen Werdegang und dass ich mich eher als Designer denn als Fotograf begreife, werde ich aber besonders auf die Verbindungsmöglichkeiten zwischen der Fotografie und den anderen Gestaltungsdisziplinen achten. Vor allem Bewegtbild ist eng mit Fotografie verknüpft. Da gibt es viel Potential, das wir noch weiter ausschöpfen können.

Mehr zu Michel Iffländer:
Website: https://michelifflaender.de/ | Behance: Michel Iffländer | Instagram: @ifflndr

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