30. März 2019

»In Berlin ist EY ALTER erwachsen geworden.«

375.000 Besucherinnen und Besucher, drei Städte und vor allem: viele Erkenntnisse und neue Perspektiven auf das Thema demografischer Wandel und Chancen des Alters – so die erfolgreiche Bilanz von EY ALTER. Am 19. Januar verabschiedete sich die in Kooperation von GfG und Daimler AG entstandene Mitmachausstellung nach Aufenthalten in Bremen und Stuttgart nun auch aus Berlin. Höchste Zeit für ein Rückblick und Resümee. 



Die Ausstellung in Berlin als dritte Station von EY ALTER wurde in erster Linie von der besonderen Architektur des Gasometers in Schöneberg geprägt – ein Industriedenkmal, in dessen Gerüst eine moderne, dem Reichstag nachempfundene Kuppel ihren Platz gefunden hat. Ein Ort also, der das harmonische Zusammenspiel von Jung und Alt versinnbildlicht. Der perfekte Ort für EY ALTER. 

Raus aus den Kinderschuhen

Ein einzigartiges Gelände war also gefunden – jedoch mit einer ganz speziellen Herausforderung: der Infrastruktur. Denn in Berlin musste EY ALTER in Räumlichkeiten entstehen, die zuvor noch nie als dauerhafter Ausstellungsraum genutzt wurden. Ein entscheidender Unterschied zu Bremen und Stuttgart, wo jeweils eng mit Museen kooperiert wurde. »In Berlin haben wir Aufbau und Betrieb in Eigenregie durchgeführt. Für mich ist die Ausstellung in Berlin damit erwachsen geworden«, so Heino Niederhausen, Initiator der Mercedes-Benz Demografie-Inititiative YES. Sylvia Hütte-Ritterbusch, Projektleiterin von EY ALTER, freut sich über den positiven Nebeneffekt für das ganze Team: Alle hätten über das »Selbermachen« ihr Portfolio stark erweitern können. 

Nicht nur Aufbau und Betrieb wurden in Berlin neu gedacht, auch die Nutzungsweisen von EY ALTER haben sich in der Metropole verändert. Denn hier lag der Fokus auf Schülerinnen und Schüler sowie Unternehmen. So erkundeten über 90 Schulklassen verschiedener Altersstufen das eigens konzipierte »Lernwerk«, um ihren eigenen Lerntyp zu entschlüsseln und Altersstereotypen infrage zu stellen. Unter dem Strich: 2.113 kleine Altersexperten. Zudem konnten 107 Mitarbeitergruppen verschiedenster Unternehmen die Plattform in Teambuilding-Workshops kennenlernen und dabei die Chancen des Demografischen Wandels diskutieren. Unsere Kollegin Juliane Kniel resümiert: »In Berlin haben sich die Besucher am intensivsten mit unseren Inhalten auseinandergesetzt – Beteiligung geglückt!«

Einen Beitrag zur Debatte leisten

Die Wandelbarkeit der Ausstellung wurde von allen Beteiligten abschließend als eine ihrer großen Stärken wahrgenommen: »Die Ausstellung hat sich immer weiterentwickelt, ist in jeder Stadt eine andere geworden«, freut sich Sylvia Hütte-Ritterbusch und spricht von einer Erfolgsstory. Nach wie vor erreichen sie viele Anfragen, die Konzept und Trainings in neuen Kontexten nutzen wollen. Das soll weiterhin möglich sein – EY ALTER war immer Prozess und wird es auch weiterhin sein.

»Wir haben einen Beitrag geleistet, um das Thema ‚Herausforderungen der Demografie‘ attraktiver zu machen und aus einem Thema eine Aktionsplattform zu entwickeln«, malt Heino Niederhausen das große Bild. »Ich sehe uns als Meinungs- und Impulsgeber für den soziokulturellen Megatrend Demografie«, ergänzt Hütte-Ritterbusch. Auch bei uns GfG-Kollegen überwiegt die Freude über das gelungene Projekt. Mit einer Ausstellung Menschen zu aktivieren und zu beteiligen, neues Denken über ein vermeintlich angestaubtes Thema anzuregen und viel mehr als nur Wissen zu vermitteln, sondern Gesellschaft mitzugestalten – das spiegelt unsere Denkweise. Wir sagen »Tschüss, Alter!« und schließen uns dem Wunsch von Heino Niederhausen an: »Wir sollten nicht mehr das Alter eines Menschen hinter seinen Namen setzen, sondern seine Kompetenzen und Persönlichkeit.«



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