Team

Marthe Trottnow

Die Rostockerin zog 2008 von der Warnow an die Weser, um an der Hochschule für Künste Integriertes Design zu studieren. Schnell war klar: Die Nordsee ist nur ein halbherziger Ersatz für die Ostsee. Ihren Horizont konnte Marthe dennoch erweitern. Das Studium begann sie mit dem Schwerpunkt Produktdesign, wandte sich aber schon früh großen interdisziplinären Projekten zu. In der Konzeption von Ausstellungen und Kommunikationsstrategien mit redaktionellen Schnittstellen fand sie ein gestalterisches Zuhause. Dabei entdeckte sie auch das Scheitern als Tool für kreative Prozesse und widmete diesem Thema ihre Diplomarbeit. Ergebnis war die Ausstellung „Scheitern!“, in der die Besucher*innen einen Parcours durch alle Phasen des Versagens durchlebten, um daraus zu lernen.

Nach dem Diplom setzte Marthe ihre Arbeit als Freelancerin fort und erweiterte ihr Netzwerk in Bremen und umzu. Dabei beschränkte sie sich nicht nur auf Kontakte zu Kreativen und Gestaltenden, sondern streckte die Fühler auch in andere Bereiche aus – „Connecting the Dots“ aus Leidenschaft. Und so wundert es nicht, wenn sie einen Gastronomen mit einer Physikerin oder eine Tischlerin mit einem DJ bekannt macht.

Mit ihrer ganz speziellen Kombination aus Konzeption, Projektmanagement und Design Thinking enterte Marthe 2017 die GfG. Als Gestaltungs-Generalissima nimmt sie in ihren Projekten die Rolle der Vermittlerin zwischen den Disziplinen ein: Für sie besteht ein Team nicht nur aus verschiedenen Professionen, sondern auch aus Persönlichkeiten, die schnell eine Wellenlänge finden müssen. Gerade in der Ausstellungsarbeit profitiert die Mecklenburgerin von ihrer Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen.

Im Kollegium ist Marthe bekannt für ihre Liebe zur Komplexität, unbeliebte Veranstaltungshinweise, vollgekritzelte Kreidetafeln mit wilden Zettelsammlungen und Sätze wie: „Man kann einen Plan nur ändern, wenn man einen Plan hat“ oder „Design ist wie Dolmetschen. Einen guten Text kann man auch gut übersetzen.“