
European Design Award 2025 für Gedenkstättenprojekt
Unsere Arbeit für die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora wurde mit dem European Design Award 2025 in Silber ausgezeichnet – in der Kategorie Exhibition Design.

Die prämierte Neugestaltung entstand in enger Zusammenarbeit mit oblik identity design und widmet sich der didaktischen Erschließung des historischen Stollens, einem der eindrucksvollsten Zeugnisse der NS-Zwangsarbeit.
Der rund 1,8 Kilometer lange Stollen war während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeitsstätte und Todesort für Tausende KZ-Häftlinge – er gilt bis heute als „Hölle von Dora“.
Der Ort spricht für sich – unsere Gestaltung hält sich zurück
Ziel des Projekts war es, die Führungen durch den Stollen durch eine zurückhaltende gestalterische Unterstützung zu ergänzen. Unser Ansatz für die Neugestaltung sieht im Kern so aus:
- Wir fügen nichts hinzu – der Stollen selbst ist das Exponat
- Wir setzen an zentralen Stellen Schlaglichter
- Wir machen Relikte lesbar
- Wir entmystifizieren den Ort




Ein sensibler Auftrag mit internationaler Anerkennung
Die European Design Awards (ED-Awards) werden jährlich von einem Gremium aus Designjournalist:innen und -kritiker:innen aus fünfzehn europäischen Designmagazinen vergeben und vom International Council of Design unterstützt. Prämiert wird herausragende gestalterische Arbeit aus ganz Europa.
Die Auszeichnung für unsere Arbeit für die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora würdigt nicht nur das gestalterische Ergebnis, sondern auch den bewussten, verantwortungsvollen Umgang mit einem herausfordernden historischen Ort.
Wir danken dem Team der Gedenkstätte für das Vertrauen – und allen, die an diesem Projekt mitgedacht, mitgestaltet und mitgetragen haben!

Über die Autorin
Ninja Hofmann leitet die Redaktion und Öffentlichkeitsarbeit der GfG / Gruppe für Gestaltung. An ihrem Job mag sie besonders die guten Gespräche und dass sie immer wieder über den Tellerrand geschoben wird.