SynMM – ein KI-Kollektiv entstanden aus Wanderungen, Gesprächen, Fragen und gemeinsamer Arbeit
Warum Bergluft gut für ambitionierte KI-Projekte sein kann, erzählt Hanke Homburg.

Am Anfang einer langen Wanderung
Adrian und ich gehen wandern. Jede Woche, die gleich Strecke, und einmal im Jahr, eine Woche, eine sehr lange Strecke. Beim Laufen wird der Kopf frei, die Gedanken nehmen ihren Lauf und Ideen kommen ins Rollen.
Dass wir uns dabei über Zukunftstechnologien und die Auswirkungen auf Kultur und Gesellschaft unterhalten ist schon lange so – wir haben mit vielen Freund:innen zusammen, vor fast 20 Jahren, den KLUB DIALOG gegründet, um diesen Themen eine Bühne zu geben. Aber, die öffentlich zugängliche Präsenz von KI wirkt auf alles wie ein Brandbeschleuniger, der zu unterschiedlichsten Formen von, teilweisen panikartigen, Reaktionen führt. Von Hyperaktivismus bis zur völligen Ablehnung und Isolation. Verständlich, in unserer (Adrians und meiner) Welt hat es schon einige ihren Job gekostet und anderen zu Erfolg verholfen.

ALSO
Was passiert, wenn es auf jede Frage eine vermeintlich richtige Antwort gibt?
Was passiert eigentlich, wenn Systeme beginnen, mitzudenken?
Was macht das mit uns und der Gesellschaft im Ganzen?
Und welche Rolle und Verantwortung haben wir als Gestalter:innen dabei?
KI als Teil von Gestaltung
Schon lange gestalten wir nicht mehr nur visuelle Ergebnisse und greifbare Produkte, sondern Systeme, Prozesse und Interaktion. Mit KI haben wir einen neuen Faktor, vielmehr eine neue Dimension, die in unsere Arbeit hineinwirkt. Sie beeinflusst unser Denken, unsere Zusammenarbeit und unsere Gestaltung. Noch viel mehr, sie wird Teil von Gestaltungsprozessen und selbst Teil des Ergebnisses.
Vom Diskurs zur Anwendung
Seit Anfang 2024 haben wir in vielen Experimenten, KI-Hackathons und Diskussionen, diverse Modelle und Use-Cases erprobt, wie die Zusammenarbeit zwischen uns „Menschen“ und der KI-„Maschine“ produktiv und sinnstiftend zu gestalten ist. Dabei lag und liegt unser besonderes Augenmerk nicht auf der Technik, sondern auf den Menschen und Institutionen, die mit der KI interagieren.
Daraus entstand das Projekt SynMM. Der Name steht für das, worum es uns geht: nutzbringende Synergien aus der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine – für die Menschen.
Was als Austausch begann, ist inzwischen zu einem Arbeitsfeld geworden: Wir forschen an Interaktionsmodellen, entwickeln Prototypen, halten Vorträge und setzen konkrete KI-Assistenzen um.

Offenheit und Transparenz
SynMM ist als multidisziplinäres Kollektiv angelegt. Wir brauchen viele und neue Perspektiven, um aktuelle und zukünftige Entwicklungen überhaupt erfassen und letztendlich mitgestalten zu können.
Was daraus entsteht:
- Forschungs- und Entwicklungsprojekte
- Vorträge und Workshops
- Konkrete KI-Assistenzlösungen
- Beratung und Begleitung für Organisationen
Und vielleicht noch wichtiger: Wir entwickeln ein besseres Verständnis dafür, was Gestaltung in diesem Kontext leisten kann und muss.
Wenn ihr erfahren wollt zu welchen Erkenntnissen und praktischen Lösungen wir bereits gekommen sind und wie unser Diskurs weiter verläuft, dann besucht uns auf unserer Projektwebsite: www.mensch-maschine.org