
Ein neuer Denkraum: Der Auftakt von OMB
Unser neues Format OMB – Open Mind Bremen fragte in seiner ersten Ausgabe danach, wie Künstliche Intelligenz die Spielregeln der Unternehmenskommunikation verändert und welche strategischen Konsequenzen sich daraus ergeben. Gastgeberin und Speakerin Ann-Katrin Lindorf ordnet ein, was diesen Auftakt besonders gemacht hat.

Ann-Katrin Lindorf
Ann-Katrin berät unsere Kund:innen zu Digital- und KI-Strategien und ist Initiatorin von Open Mind Bremen. Beim OMB-Auftakt nahm sie gemeinsam mit den Teilnehmer:innen die Auswirkungen von KI auf die Unternehmenskommunikation unter die Lupe.
Ein Raum, der sofort im Gespräch war
Neun Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Perspektiven. Und doch begann der Austausch, noch bevor die offizielle Begrüßung startete. Bei der ersten Ausgabe von OMB war schnell spürbar: Dieses Format trägt. Kein vorsichtiges Abtasten, sondern ehrlicher, fachlicher Austausch. Genau diese Nähe und dieses Vertrauen waren unsere Intention, als ich die Formatidee gemeinsam mit Lea Møller von der RTC Gruppe und meinem GfG-Kollegen Stephan Kappen entwickelt habe.
Warum dieser Austausch so wichtig ist
Dass das Gespräch gleich so offen und konzentriert begann, war auch Ausdruck eines geteilten Anliegens. Künstliche Intelligenz verändert gerade still und gleichzeitig radikal, wie Menschen Informationen finden, bewerten und teilen. Feeds werden von KI-Modellen kuratiert, Suchergebnisse von Chatbots zusammengefasst, Inhalte automatisiert produziert.
Für uns bedeutet das, dass bewährte Kommunikationswege plötzlich anders funktionieren. „Social first“ reicht nicht mehr – Owned Media und klare Botschaften gewinnen wieder an Gewicht. Gleichzeitig wächst der Druck, „etwas mit KI“ zu machen – oft ohne klaren Plan. Alle merken das und alle wissen ein bisschen was darüber. Aber im operativen Alltag bleibt kaum Zeit, die strategischen Fragen wirklich zu durchdringen.
Aus dieser Beobachtung heraus ist OMB entstanden. Lea, Stephan und ich wollten einen klar begrenzten Raum schaffen, in dem komplexe Themen wie KI in der Unternehmenskommunikation offen besprochen, sortiert und eingeordnet werden.
Handlungsfähigkeit im Fokus
Im Mittelpunkt stand nicht die Technik, sondern Orientierung für Entscheider:innen. Darum ging's konkret:
- ein klares Bild, wo sich die Spielregeln der Kommunikation gerade verändern
- einen kompakten Rahmen, um Content- und Kanalentscheidungen zu überprüfen
- direkte Quick Wins (z.B. Website-Anpassungen, Content-Priorisierung, KI-Einsatz in der Praxis)
Entscheidend war für mich das reale Miteinander im Raum. Dadurch wurde aus einzelnen Fragen ein gemeinsames Nachdenken über Verantwortung, Haltung und strategische Prioritäten.
Zwei Eindrücke sind besonders hängen geblieben:
Das Gefühl der Wirksamkeit:
Zu einem komplexen, teilweise verunsichernden Thema wie KI konnten wir nicht nur Fragen aufwerfen, sondern Orientierung und Zuversicht zurückgeben.
Das Gefühl der Verbindung:
Wir alle in diesem Raum teilen dasselbe Anliegen: Kommunikation klar, wirksam und verantwortungsvoll zu gestalten.
Es geht weiter!
Für uns drei Hosts ist der gelungene Auftakt ein großer Ansporn und wir planen bereits an den nächsten Ausgaben. Ich freue mich auf alle, die genau wie wir den Wunsch haben, weiter im Gespräch zu bleiben!
