Vier Stationen, viele Aha-Momente: unser KI-Mitmach-Atelier

08. Dezember 2025

Wie erlebt ihr KI, wenn ihr selbst damit gestalten könnt? Unser KI-Mitmach-Atelier hat bei euch für reichlich Kreativität und Gesprächsstoff gesorgt.

Mit unserem KI-Mitmach-Atelier beim Kunst.Hafen.Walle wollten wir herausfinden, was passiert, wenn eure Ideen auf unsere KI-Ansätze treffen.

„Wir haben den Besucher:innen Möglichkeiten gezeigt, wie sie gemeinsam mit KI künstlerisch kreativ werden können“, sagt Florian Ullrich, der das Atelier betreut hat. „Und das hat erstaunlich gut funktioniert.“

Vier Stationen für KI-gestützte Kreativität

Im Zentrum des Ateliers standen vier spielerische Experimentierstationen:

Von der analogen Skulptur zum Bild
Aus Spielzeug wurden Skulpturen gebaut, diese mit der Kamera erfasst und mithilfe von KI in fotorealistische Bildwelten verwandelt, die sich immer weiterentwickelten. 

Diskussion mit Ava und Günther
Die beiden KI-Personas, die wir im Museums-Kontext entwickelt haben und die eine klare Haltung zu Kunst und Kultur mitbringen, lieferten sich mit so manchem Gast einen echten Schlagabtausch.

„Whispers“: Stille Post mit Selfies
Ein Selfie  wurde zur Beschreibung, die Beschreibung zum Bild, das Bild wieder zur Beschreibung. Ein Kreislauf zwischen Text und Bild, der anders lief als erwartet. Wie genau verraten wir euch gleich.

Papierzeichnung trifft KI-Stilwelt
Ob Hogwarts, Dschungel, Minecraft oder Magazincover: Handgezeichneten Bilder wurden von der KI in neue visuelle Welten übersetzt. Besonders für Kinder war dies ein intuitiver Einstieg in KI-gestützte Kreativität.

Die an den Stationen generierten Bilder liefen live auf einer großen Fotowand zusammen, auf der sich Besucher:innen gegenseitig entdecken konnten.

Resonanz: Zwischen Spaß, Staunen und Diskussionen 

Das Atelier zog ein breites Publikum an. Vor allem junge Menschen und Familien mit Kindern verbrachten sehr viel Zeit an den einzelnen Stationen. Gleichzeitig kamen auch viele Fachleute vorbei und diskutierten mit uns über ethische Fragen, Chancen und Zukunftsvisionen von KI.

„Es war eine total runde Sache“, fasst Florian zusammen. „Es gab Leichtigkeit und Neugier, aber auch echte Auseinandersetzung.“

Ein unerwartetes Experiment zu Modellqualität

Einen der größten Diskussionsanlässe bot übrigens die Stille-Post-Station. Die erzeugten Bilder zeigten vor allem asiatisch aussehende Menschen – ein Effekt der asiatisch dominierten Trainingsdaten, aus denen sich das zugrundeliegende Bildmodell speist. Während des Testings im Vorfeld war das kaum aufgefallen; erst mit der Vielfalt der echten Besucher:innen wurde der Bias sichtbar.

„Solche Effekte zu sehen und gemeinsam mit den Besucher:innen zu besprechen, war ein echter Mehrwert“, sagt Florian.

Warum dieses Format für uns wichtig ist

Das KI-Mitmach-Atelier hat gezeigt, wie KI Begeisterung auslösen kann und gleichzeitig wichtige Fragen aufwirft. Wo sie unsere Kreativität fördern und unterstützen kann, aber auch, wo ihre Grenzen liegen.

„Für uns ist das Atelier ein wertvoller Experimentierraum, um KI nicht nur zu erklären, sondern erlebbar zu machen. Das hilft uns, immer wieder neu zu verstehen, wie Menschen mit KI umgehen und wie wir sie verantwortungsvoll in unsere Gestaltung einfließen lassen können.“

Florian Ullrich

Florian leitet die Abteilung Web und Digitales der GfG. Gemeinsam mit weiteren Digital- und KI-Spezialist:innen aus seinem Team hat er das KI-Mitmach-Atelier entwickelt und begleitet.


Ein Wochenende, das bleibt

Für den Kunst.Hafen.Walle haben wir im November ein Wochenende lang unsere Räume geöffnet – und ihr habt sie gefüllt!
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